Kaiserswerth

Zu den Sehenswürdigkeiten von Düsseldorf gehört auch ein ganzer Stadtteil. Kaiserswerth liegt direkt an einem flachen Bogen des Rheins etwa 10 Kilometer nördlich vom Düsseldorfer Stadtzentrum entfernt. Kaiserswerth ist der älteste Ortsteil der Stadt. Entsprechend ist er historisch gewachsen und bietet – abseits des Großstadtrubels – ein beschauliches Ausflugsziel.

Kaiserswerth

Die Geschichte von Kaiserswerth

Ende des 7. Jahrhunderts gründete der Benediktinermönch Suitbert ein Kloster auf dem Werth. Die Rheininsel bot eine günstige strategische Lage. So wurde es im Jahre 1145 zur Reichsstadt. Der legendäre Kaiser Friedrich Barbarossa ließ um 1174 eine neue Kaiserpfalz errichten. Da er “aus dem Sattel regierte”, war diese Pfalz nicht sein ständiger Wohnsitz. Er nutzte sie lediglich auf den Reisen durch sein Reich. Zahlreiche Herrscher stritten um die Zollrechte der Insel, die seit Beginn des 12. Jahrhunderts mehr und mehr versandete. Bis zum Jahre 1772 gehörte Kaiserswerth zum Kurfürstentum Köln. Danach gelangte es an die Kurpfalz. Mit der Eingemeindung durch die Stadt Düsseldorf im Jahre 1929 endete die Zeit als eigenständige Gemeinde.

Historische Zeichnungs des Kaiserswerth

Der Weg nach Kaiserswerth

Die Linie U79 der Düsseldorfer Stadtbahn verbindet das Stadtzentrum mit Kaiserswerth. Zudem führen einige Buslinien zur Haltestelle “Klemensplatz” in Kaiserswerth. Mit dem Auto gelangen Besucher über die Bundesstraße B8 von der Düsseldorfer Innenstadt zum malerischen Stadtteil. Darüber hinaus gibt es Anlegestellen am Rhein, die von Fähren und den Ausflugsschiffen der “Weißen Flotte” angesteuert werden.

Schiff fährt nach Kaiserswerth

Die Museenlandschaft des Ortes

Im Düsseldorfer Stadtteil mit dem dörflichen Charakter gibt es viel Sehenswertes. Dazu gehört das “Museum Kaiserswerth”. Es befindet sich im Alten Lyzeum und gibt Auskunft über die Geschichte der Stadt. Im 19. Jahrhundert wurde im Ort eine Diakonissenanstalt ins Leben gerufen. Das “Pflegemuseum” hat eine umfangreiche Sammlung zur Historie der Diakonie, die eng mit der Krankenpflege und dem Werdegang von Florence Nightingale verknüpft ist. Das örtliche “Kunstarchiv” widmet sich den Werken des Malers Bruno Goller sowie der Fotokünstler Hilla und Bernd Becher.

Kaiserswerth

Mit dem Stadtführer auf Spurensuche

Wer das charmante Kaiserswerth nicht allein erkunden möchte, kann eine Stadtführung buchen, bei der die bedeutendsten Baudenkmäler der Ortschaft und ihre Geschichte vorgestellt werden. Dazu gehört in erster Linie die Kaiserpfalz, in der einst Heinrich III. und Friedrich I. (“Barbarossa”) residierten. 1702 wurde das Bauwerk fast vollständig zerstört. Die Ruine liegt unmittelbar am Ufer des Rheins. Sie kann von Mai bis Oktober täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr besichtigt werden. Erhalten geblieben ist hingegen das alte Zollhaus, auf dessen Hof noch immer der Turm steht, auf dem die Zöllner einst den Schiffsverkehr kontrollierten. Die Basilika St. Suitbertus wurde zwischen dem 11. und 13. Jahrhundert errichtet und dem Heiligen Suitbert geweiht. Sie beherbergt u. a. einen Schrein mit den Gebeinen des Heiligen.

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